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Am 11. April ging's los. Das hieß, in den folgenden 6 Wochen jeden Sonnabend und Sonntag nach Dortmund zu fahren, um sich dort mit den Themen für die Prüfung zum Übungsleiter zu beschäftigen und die ersten Schritte zum Trainer zu machen. Von 8 bis 20 Uhr, manchmal auch etwas länger. In diesen Stunden lernten wir die pädagogischen Prinzipien im Eiskunstlaufen, z.B. wie sich Kinder mit Leistungssport befassen und wie damit umzugehen ist. Weiter befassten wir uns mit Bewegungserziehung, in der man die richtige Haltung und Bewegungsabläufe lernt, um so später die einzelnen Elemente richtig durchführen zu können.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die richtige Ernährung für Leistungssportler sowie ihre Belastungsfähigkeit. Natürlich muss man als Übungsleiter sich auch mit Sportverletzungen und häufigen Krankheitsbildern auskennen, die sich daraus ergeben können. Ganz wichtig ist auch die Erste Hilfe, die wir eingeübt haben. Wie man später unterrichtet, zeigten uns die allgemeinen Unterrichtsmethoden sowie frühzeitige Fehlererkennung.
Das waren die entscheidendsten Themen für unsere schriftliche Prüfung, die wir im August ablegen mussten. Doch neben diesem theoretischen Test gab's selbstverständlich auch noch praktische Prüfungen zu bestehen. So mussten wir zeigen, wie gut wir mit Kindern auf dem Eis umgehen können; auch unser persönliches Können im Eiskunstlaufen kam auf den Prüfstand und ein paar Tests im Eistanz waren zu bestehen. Wenn man all das mit Erfolg hinter sich gebracht hat, bekommt man den begehrten Schein und darf sich fortan Übungsleiter nennen und als solcher arbeiten. Ich hoffe, dass ich so demnächst Frau Marik tatkräftig zur Hand gehen kann.
Nadine Diestelkamp, 1997
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