| Den ersten Tag (von insgesamt 15) hatten wir noch zur freien Verfügung. Doch schon am nächsten Tag ging es von morgens (sehr) früh bis in den Nachmittag hinein ganz schön zur Sache. Obwohl - natürlich haben wir nicht pausenlos trainiert; wir hatten schon unsere kleinen Pausen für einen "Gedankenaustausch", um über das eine oder andere Erlebnis miteinander zu reden. Nach dem Training verblieben am Nachmittag immer noch einige Stunden Freizeit, in denen wir entweder zum Schwimmen ins Wellenbad gehen konnten, oder wandern oder unser Talent beim Inline-Skating in atemberaubenden Berg- und Talfahrten testen konnten. Außerdem erkundeten wir auch die etwas weitere Umgebung von Altenau, so zum Beispiel Andreasberg mit seiner tollen Sommerrodelbahn - eine Mordgaudi für jung und alt! So gegen den frühen Abend ereilte uns dann allerdings wieder der "Ernst des Lebens". Frau Marik rief uns entweder zum Fitnesstraining mit Gewichten oder machte Ausdauertraining zur Förderung unserer Kondition. Danach siegte meistens der Appetit; um 18.30 Uhr ging's ab zum Abendessen ins Deutsche Haus, ein tolles Restaurant, das wir bis ans Lebensende nicht vergessen werden: Hier konnten wir essen nach Herzenslust und wurden von einer freundlichen Bedienung verwöhnt wie Gott in Frankreich. Am letzten Tag beglückten wir Einheimische und Sommergäste von Altenau mit einem Schaulaufen, bei dem wir zeigen konnten, was wir in den viel zu schnell vergangenen zwei Wochen alles geprobt und gelernt hatten. Bei einem Blick zurück muss ich sagen: Natürlich ist die Zeit in einem Trainingslager nicht nur hart; nein, wir hatten auch Spaß und Freude, weil alle Läufer und Läuferinnen gut miteinander ausgekommen sind und toll zusammen gehalten haben. So gab es auch fast kein Heimweh. Frau Marik trainierte und betreute uns liebevoll, wie in jedem Jahr, und gab uns neue Kraft und neuen Mut für das vor uns liegende Wettkampfjahr. Wir alle werden versuchen, gegenüber der "großen Konkurrenz", die alle Chancen haben, über das ganze Jahr hinweg in Hallen zu trainieren, standhaft zu bleiben und gute Plätze zu erringen. Nadine Diestelkamp, 1997 |